Las Hermanas de Rocinante – Rosinantes Schwestern

„LAS HERMANAS DE ROCINANTE“ ist ein Film über Pili, Roneo, Pometa, Capitana, Pim und Antonio. Die weißen, braunen und schwarzen Pferde, die kleinen Ponys, die Dicken und die Dünnen – sie alle sind auf dem Hof unweit des Meeres der Costa Blanca gestrandet. Einige wurden aus fehlender Empathie dem sicheren Hungertod überlassen, manche dienten ein Leben lang nur als Spielzeug und haben vergessen, wie es ist, ein Pferd zu sein. Wieder andere wurden unmittelbare Opfer der Wirtschaftskrise, weil sich ihre Besitzer Futter und Pflege plötzlich nicht mehr leisten konnten. Deswegen kümmert sich nun die Britin Lois mit ihrer kunterbunten Mannschaft aus Helfern und Kindern um die im Stich gelassene Herde. Gemeinsam versuchen sie, den ­Pferden auf dem Hof, der durch zwei Segel an eine Arche erinnert,

ein Stück ihrer Würde zurückzugeben. 

”LAS HERMANAS DE ROCINANTE“  is a film about Pili, Roneo, Pometa, Capitana, Pim and Curly. The white, brown and black horses, small ponies, chubby and skinny ones – they all have been stranded close to the sea on the Costa Blanca. Some of these horses were left to die due to a lack of empathy. Others have been used as toys all their lives and have forgotten how to live as horses. Some of them are direct victims of the economic crisis, because their owners can no longer afford to feed them nor to give them shelter. This is why Lois and her volunteers, consisting of children and adults, care for the abandoned herd. Together they try to return dignity back to the horses.

 

HINTERGRUND

Während des Baubooms in Spanien wurden Rassepferde zum Status­symbol. Menschen, die noch nie etwas mit Pferden zu tun hatten, wollten plötzlich an deren Zucht mitverdienen. Dann kam die Krise, die Nachfrage brach ein und die Besitzer mussten ihre Pferde so schnell wie möglich wieder loswerden. 2012 wurden mehr Pferde zum Schlachter gebracht als jemals zuvor. Innerhalb nur eines Jahres reduzierte sich die Zahl der Pferde von 750.000 auf 660.000. Aus der Not heraus entstanden Organisationen, hauptsächlich von Frauen geführt, die sich um die ungewollten Pferde kümmern. Auf finanzielle Hilfe vom Staat können die Frauen, die ähnlich dem spanischen Romanhelden Don Quijote gegen Windmühlen kämpfen, nicht hoffen. Die Politiker haben in Spanien gerade ganz andere Probleme.  

 

Ein Gegenwicht zu dieser harten Realität bilden Lois Tochter Lucía und ihre beste Freundin Paula. Sie verbringen ihre schulfreien Nachmittage

regelmäßig auf dem Hof. Sie pflegen die alten Pferde und dürfen auf den jungen, kräftigen Tieren reiten. Zwischendurch laufen sie am ausgetrockneten Flussbett entlang oder setzen sich ins Heu, um die neusten WhatsApp-Nachrichten auszutauschen. Obwohl ihre Kindheit sehr beschützt ist, lernen früh mit dem Kreislauf von Leben und Tod umzugehen. Mit ihren Augen wollen wir erzählen, wie die Opfer der Wirtschaftskrise auf dem Hof von Lois zu Helden werden.

 

BACKGROUND

During the construction boom in Spain, horses became a status symbol. People with no prior experience caring for horses suddenly began to breed them. Then the economic crisis hit and the owners had to get rid of the horses as soon as possible. In 2012 more horses than ever were taken to the slaughterhouse. Within only one year the total number of horses in Spain sank from 750,000 to 660,000. Out of this emergency rescue centres were founded, mostly by women. Similar to the Spanish hero Don Quijote, the women are fighting against windmills and cannot count on financial help from the state. Politicians have other problems at the moment.

 

A counterbalance to this reality are Lois’10-year old daughter Lucía and her best friend Paula. They spend most of their school-free afternoons at the farm, caring for the old horses and helping exercise the young and healthy ones. In between they hang-out along the dried out river or sit in the hay to exchange their WhatsApp messages. Although their childhood is very protected they are deeply connected to the circle of life, facing illness and death at an early age. Through their eyes we want to tell the story of the victims of the economic crisis, becoming heroes at Lois' farm.